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Auswahlkriterien für ausländische Immobilienfonds Anleger, die in einen Auslandsimmobilienfonds investieren wollen, sollten bereits relativ vermögend und auch risikobewusst sein. Grundsätzlich sollten nicht mehr als 10 - 15 % des liquiden Vermögens in Auslandsimmobilien investiert werden. Aus Sicherheitsgründen und zur Steuervermeidung sollten Anlagesummen gewählt werden, die sich an den steuerlichen Freibeträgen des jeweiligen Auslandsstandortes orientieren. Dadurch erreicht man fast Nettorenditen, die in Höhe der Bruttoausschüttungen liegen. Vornehmlich sollte man sich an Immobilienfonds im Euro-Raum beteiligen, denn bei allen anderen Immobilienfonds können Währungsschwankungen die Rendite beeinflussen. Zusätzlich sollte man bedenken, dass meistens sowohl die Beteiligungssumme, die Ausschüttungen und die Schlusszahlung bei Immobilienfonds außerhalb des Euro-Raumes in die Auslandswährung transferiert werden muss. Hierbei entstehen, gemessen an den oftmals geringen Summen relativ hohe Währungsumrechnungskosten und Bankgebühren. Aufgrund der aktuellen weltweiten Wirtschaftsflaute sollte man Beteiligungen an reinen Büroimmobilien untergewichten. Grundsätzlich sind Immobilienstandorte, die in der City von Großstädten liegen und diverse Mieter auf weist gegenüber Großimmobilien auf dem Lande, die nur von einem Mieter genutzt werden, zu bevorzugen. Auch lang laufende Mietverträge laufen irgendwann aus, und selbst wenn der Mieter diesen Zeitraum übersteht, dürfte eine Anschlussvermietung an einen neuen Mieter sehr problematisch werden. Relativ konstante Mieteinnahmen sind bei Wohnimmobilien zu erwarten. Dabei sollte auf neuwertige Immobilien besonderen Wert gelegt werden, die zudem von Beziehern mittlerer und höherer Einkommen angemietet werden und in bevorzugten Wohngebieten liegen. Dadurch ist meist gewährleistet, dass die Wohnungen nicht übermäßig stark verwohnt werden und auch bei Auflösung des Fonds entsprechend attraktive Verkaufspreise voraussichtlich erzielt werden können. Die höchsten Renditechancen erzielt man bei gemischt genutzten Immobilien im Stadtzentrum, die zum Großteil aus Einzelhandelsflächen bestehen. Bei einem guten Mietermix und einem professionellen Management, lassen sich hier bei überschaubaren Risiken gute Renditen erwirtschaften. Dem Management ist bei Auslandsimmobilien verstärkte Aufmerksamkeit zu widmen. Idealerweise nimmt die Fondsgesellschaft das Management als Joint-Venture-Partner mit in die Pflicht. Bei erfolgsabhängiger Beteiligung kann man meist erreichen, dass der Fondsanleger eine garantierte Vorabverzinsung erhält und der Joint-Venture-Partner erst bei deutlich höheren Erträgen überproportional profitiert. |