Geschlossene
Fonds
Geschlossene Fonds sind intelligente und ertragreiche
Kapitalanlagen. Grundsätzlich bieten sie längerfristig attraktive
Ausschüttungen, Inflationsschutz, Schenkungssteuer- und
Erbschaftsteuervorteile.
Durch
Geschlossene Fonds wird es Kleinanlegern ermöglicht, sich an attraktiven
Wirtschaftsgütern (z. B. Immobilien oder Schiffe) zu beteiligen, die sie alleine
nicht erwerben können. Gleichzeitig übernimmt das jeweilige Emissionshaus die
Verwaltung des Fonds sowie direkt oder indirekt auch die Verwaltung der
erworbenen Wirtschaftsgüter. Im Gegensatz zum Direkterwerb eines Wirtschaftgutes
(z. B. vermietete Wohnung) ist eine Beteiligung an einem Geschlossenen Fonds für
den Anleger deshalb verwaltungsarm und bequem. Weil sich in der Regel an einem
Geschlossen Fonds mehrere hundert oder tausend Anleger beteiligen, entscheidet
über wichtige Punkte nicht der einzelne Anleger, sondern die
Gesellschafterversammlung.Dort hat jeder Anleger ein Stimmrecht
in Höhe seines Anteils an der Gesellschaft. In den letzten Jahren wurden mehre
Plattformen geschaffen, an denen in nennenswertem Umfang Zweitmarktanteile
Geschlossener Fonds gehandelt werden. Diese Zweitmarktbörsen haben erhebliche
Umsatzzuwächse auszuweisen (2006 über 40 % Zuwachs). Bei Kapitalbedarf kann dort
ein Fondsanteil eventuell vorzeitig veräußert werden. In der Regel bleibt ein
Fonds jedoch solange bestehen, bis die erworbenen Wirtschaftsgüter wieder
veräußert werden.
In den letzten Jahren
wurden in Deutschland jährlich Geschlossene Fonds mit einem Volumen von über 20
Milliarden EU R platziert. Die Gründe für diese hohen Investitionen sind
vielfältig:
Warum investieren Anleger in Geschlossene Fonds?
►
Chance auf hohe Rendite
►geringe Korrelation mit
Wertpapieren
►
Inflationsschutz durch Sachwerte
►
Vermögensstreuung
►Investieren wie
institutionelle Anleger
►
erb- und schenkungsteuerliche Vorteile
►zum Teil geringe
Besteuerung der Erträge
Kaum jemandem ist bewusst, wie anfällig Aktien und wie stabil
Geschlossene Fonds in Krisenzeiten sind.
Risikoreduzierung durch Asset-Allocation
Aktien und Rentenpapiere werden als Anlageinstrument von breiten
Bevölkerungskreisen genutzt. Von Wirtschaftswissenschaftlern, Börsenmaklern
sowie Fonds- und Vermögensverwaltern wurden über viele Jahre hinweg
unterschiedlichste theoretische und praktische Anlagegrundsätze entwickelt, die
zu guten Ergebnissen führen sollen. Entscheidenden Einfluss auf das Anlage
verhalten
professioneller Marktteilnehmer haben die bahnbrechenden Arbeiten von Prof. Dr.
Harry Markowitz erlangt. Vor über 15 Jahren erhielt er den Nobelpreis für seine
Arbeiten zur Portfoliooptimierung.
Er hatte wissenschaftlich zwei Effekte nachgewiesen, die heute
von Vermögensverwaltern aus aller Welt beachtet werden.
Der erste Effekt:
Entscheidend für die Performance eines Wertpapierportfolios ist die
Asset-Allocation (Mischung des Portfolios). Nur wenig Einfluss auf die
Performance haben dagegen der Investitionszeitpunkt und die Einzelauswahl der
Wertpapiere.
Der zweite Effekt:
Die Marktverbundenheit (Kovarianz) von Anlageklassen hat erhebliche
Auswirkungen:
Wenn man zwei Anlageklassen mit unterschiedlichem Chancen- / Risikoraster
mischt, erhält man als Ergebnis bei der Risikokennziffer nicht wie erwartet den
arithmetischen Mittelwert. Es ist von großem Einfluss, ob die beiden
Anlageklassen sich bei Marktveränderungen gemeinsam nach oben oder unten
entwickeln (positive Marktverbundenheit oder Kovarianz) oder sich
entgegengesetzt entwickeln (negative Marktverbundenheit oder Kovarianz). Am
besten ersichtlich wird dies bei den Risiko-Rendite-Kennziffern von Aktien und
Rentenpapieren. Durch die Mischung von Aktien und Renten und deren geringe
Marktverbundenheit konnte das Risiko, wie die nebenstehende Grafik zeigt, von
11,82 % auf 9,12 % gesenkt werden.
Portfoliooptimierung
durch Beimischung Geschlossener Fonds
In den letzten 15 Jahren wurden die Portfoliotheorien weiterentwickelt und
auf weitere Anlageklassen (Assetklassen) ausgedehnt. In Deutschland richtete
Prof. Dr. Busse (Infinanz-Institut, München) eine Datenbank ein, in der die
tatsächlichen Netto-Cash-Flow-Ergebnisse (nicht die prospektierten Werte)
mehrerer tausend Geschlossener Fonds über Jahre hinweg erfasst wurden.
Zudem ermittelte das Infinanz-Institut die Kovarianzen /
Marktverbundenheit der untersuchten Anlageklassen.
Aus den Ergebnissen der Studien des Infinanz-Institutes wird
ersichtlich, dass die Beteiligungsarten Schiffsfonds und Private Equity Fonds
ebenso wie Aktienanlagen mit relativ hohem Risiko verbunden sind.
Immobilienfonds und Lebensversicherungs-Zweitmarkt-Fonds haben ein deutlich
geringeres Risiko:
Zielsetzung jeder
Kapitalanlage sollte es sein, die gewünschte Rendite mit dem geringsten
erforderlichen Risiko zu erreichen. Im Bereich der Geschlossenen Fonds ist es
möglich Anlageklassen auszuwählen, die eine geringere Kovarianz /
Marktverbundenheit haben als Aktien und Renten bzw. sogar eine negative
Kovarianz / Marktverbundenheit. Dies führt zu einem interessanten Ergebnis.
Einzelne Geschlossene Fonds bergen in sich jeweils ein höheres Risiko als die
konservativen Rentenpapiere. Durch einen intelligenten Mix Geschlossener Fonds
kann jedoch ein Portfolio geschaffen werden, das im Risiko-Rendite-Raster eine
ebenso geringe Risikokennziffer bietet, wie eine Anlage in Rentenpapieren. Dies
jedoch bei deutlich höherer Renditeerwartung.
Im folgendem Beispiel wurden die Anlageklassen / Assetklassen
wie folgt gemischt:
► 25 % Europäische und US
-Immobilienfonds
► 25 %
Private Equity Fonds
► 25 %
Schiffsfonds und
► 25 % Lebensversicherungs-Zweitmarkt-Fonds
Das Ergebnis zeigt, dass eine Mischung Geschlossener Fonds aus
wenig oder gar nicht korrelierenden Anlageklassen zu einem reduzierten
Gesamtrisiko führt. Ferner wird das Risiko reiner Wertpapieranlagen durch
Beimischung Geschlossener Fonds bei gleichzeitiger Erhöhung der Rendite
reduziert.
