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Multipurpose-Schiffsmarkt Die Bezeichnung Multi Purpose Carrier kann mit Mehrzeckfrachter übersetzt werden. Hierunter fasst man alle die Schiffe zusammen, die nicht durch ihre Bauart auf den Transport einzelner, spezieller Güter beschränkt sind. Den Kern der Multi Purpose Carrier bilden Stückgutfrachter, die alle Arten von zählbaren Waren transportieren können. Diese reichen von Containern über Fahrzeuge, Coils bis zu kleineren Projektladungen.
Diese Schiffe sind aufgrund ihrer besonderen Ausstattung deutlich teurer als reine Containerschiffe; aufgrund der höheren Charterabschlüsse wird dies im Laufe der Zeit aber wieder eingefahren. Je nach Einsatzgebiet werden diese Bulker-Carrier auch mit hoher Eisklasse ausgestattet, wenn sie z.B. in der Ostsee oder in Kanada ganzjährig eingesetzt werden sollen. Die verschiedenen Güterarten sind von höchst unterschiedlicher Bedeutung für die Größenklasse der Schiffe. So transportieren "Capesize"-Frachtschiffe, d.h. Schiffe, die zu groß für den Suezkanal sind, zu 85% Güter der Stahlindustrie. Dabei macht Eisenerz den größten Anteil der Fracht aus gefolgt von Kohletransporten für Stahlhochöfen, während das Transportvolumen von "Capesize"-Frachtschiffen für Heizkohle eher gering ist, da Kraftwerke eher kleinere Mengen an Heizkohle nachfragen. Sowohl bei Panamax-Schiffen, die gerade noch durch den Panamakanal passen, als auch bei "Handysize"-Frachtschiffen, die auch den Nordostsee-Kanal befahren können, wird ca. ein Drittel des Verschiffungsvolumens von der Stahlindustrie beansprucht. Besonders kräftig gebaute und schwer beladene Mehrzweck-Fahrzeuge erreichen in der Regel nicht die hohe Geschwindigkeit reiner Container-Clipper gleicher Größe. Dennoch können sie für ihre Kunden die Lieferzeiten im Haus-zu-Haus-Verkehr erheblich verkürzen, indem sie regelmäßig kleinere Häfen anlaufen, um vornehmlich nicht containerisierbare Stückgüter direkt zuzustellen; gerade für solche heterogene Fracht gestalten sich ja sowohl die landseitige Beförderung wie auch die Verladung in Umschlagshäfen weit aufwendiger und kostspieliger als die Handhabung der standardisierten Einheits-Behälter. - Just in solchen auf Nebenhäfen ausgerichteten ausgesprochenen Zubringer-Diensten wird jedoch auch das Mitführen von Container-Lieferungen wieder durchaus wettbewerbsfähig: Da die Dienstgeschwindigkeit der im Seehandel eingesetzten Fahrzeuge grundsätzlich mit deren Größe zunimmt, sind zur Hälfte mit Containern beladene Multi-Purpose-Carrier immer noch schneller als reine Container-Feeder vom halben Fassungsvermögen. Für die Zukunft wird mit einem weiterhin wachsenden Welthandel gerechnet, der sich primär aus einem weiteren Zusammenwachsen der weltweiten Produktionsprozesse (sog. Globalisierung) erklärt. Für das Multi Purpose Segment bedeutet dies zunehmende Ladungsmengen, die bei einer vergleichsweise alten Flottenstruktur und anstehenden Verschrottungen positive Erwartungen für die Zukunft begründen.
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