
Risikohinweise
Chancen und Risiken
Ihre persönliche Anlagementalität ist die Basis für Ihre
Anlageentscheidungen. Wenn Sie zwischen Chancen und Risiken abwägen, können Sie
Ihre persönliche Anlagementalität festlegen. Bei Ihrer Anlageentscheidung
sollten Sie sich über die wirtschaftlichen und steuerlichen Aspekte Ihres
Investments informieren. Verzichten Sie bitte nicht auf fachliche Beratung, denn
aufgrund der relativ hohen Anlagesummen und der langen Laufzeiten sind
Fehlinvestitionen gar nicht oder nur unter hohem finanziellen Kosten
korrigierbar.
Grundsätzlich können Sie, wie bei allen Beteiligungen, das gesamte
eingesetzte Kapital verlieren. Da die meisten Fonds als GmbH & Co. KG firmieren,
ist eine über die Zeichnungssumme hinausgehende Haftung ausgeschlossen. Da die
Fondsprognoserechnungen bestimmte Annahmen für die Berechnungen für die Zukunft
zugrunde legen, wird wohl in fast allen Fällen nicht genau die Prognose, wie im
Prospekt dargestellt, erzielt werden. Bei vorsichtiger Prognose und gutem
Verlauf wird die Rendite zum Teil deutlich besser ausfallen; andererseits können
optimistische Prognosen oder schlechte Entwicklungen zu deutlich niedrigeren
Renditen oder sogar Kapitalverlust führen. Weitere Risiken bestehen
grundsätzlich bei Fonds, die Beteiligungen in ausländischer Währung eingehen
bzw. Einnahmen und/oder Ausgaben in Fremdwährung erwirtschaften.
Nachstehend sind die besonderen Anlagerisiken der einzelnen Anlagesegmente
dargestellt. Die Risikostruktur ist bei jedem Fonds unterschiedlich und deshalb
ist die nachfolgende Auflistung der Risiken nicht vollständig. Es besteht die
Möglichkeit, dass die aufgeführten Risiken auch gleichzeitig eintreten und das
Projekt vollständig gefährden. Maßgebend ist der vollständige Emissionsprospekt,
das steuerliche Gutachten und der Prospektprüfungsbericht der jeweiligen
Gesellschaft. Lesen Sie in jedem Fall die Rubrik Chancen und Risiken im
Emissionsprospekt.
Immobilienfonds Inland
Objektrisiken
- Alter der Immobilien
- Gebäudequalität
- Nutzungsart der Immobilien
Besonders zu beachten:
- Bonität der Mieter
- Mieterstruktur
- Laufzeit der Mietverträge
- marktgerechte Mietzins und Indexierung
- laufende Instandhaltungskosten bzw. rücklagen
- Umfang vom Versicherungsschutz
- Bauzeit- und Kostenrisiken
Standortrisiken
- Qualität des Standorts
- Kaufkraft und Beschäftigungsentwicklung des Standorts
Konzeptions- und Partnerrisiken
Die Qualität des Produktanbieters ist mitentscheidend für den wirtschaftlichen
Erfolg der Beteiligung. Die Vertragspartner des Produktanbieters müssen in der
Lage sein, die Garantien und Zusagen einzuhalten und über die notwendigen
finanziellen Mittel verfügen.
- Fertigstellungsgarantie und Kosten
- Mietgarantien
- Platzierungsgarantie
- Rücknahmegarantien
- sonstige Garantiezusagen
Bezüglich der Fondskonstruktion sind für die Risikoeinschätzung maßgeblich:
- Verhältnis Eigenkapital- und Fremdkapitalquote Generell gilt: Je mehr
Eigenkapital im Fonds, desto sicherer ist der Fonds.
- Währungs- und Zinsänderungsrisiken nach Ablauf der Zinsfestschreibung
- steuerliche Konzeption unter Berücksichtigung der steuerlichen
Rahmenbedingungen
Eine detaillierte Übersicht finden Sie im Steuerlichen Gutachten der
Gesellschaft.
- konservative Prognoserechnung Achten Sie auf angemessene Beträge für
Mietausfallrisiken, nicht umlagefähige Nebenkosten, Instandhaltungsrücklagen.
Die Wertentwicklung von Immobilien lässt sich nur schwer vorhersagen. Die
Entwicklung der Mieteinnahmen, die Alterung der Immobilie, der Standort und die
alternativen Nutzungsmöglichkeiten sind ebenso ausschlaggebend wie die
allgemeine Wirtschafts- und Konjunkturentwicklung und die Leistungsfähigkeit des
Immobilienmanagements.
Immobilienfonds Ausland
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die bestehenden
Doppelbesteuerungsabkommen mit dem jeweiligen Land ändern. Die Gesellschaften
unterliegen den Rechts- und Steuergesetzen des jeweiligen Landes, in dem die
Immobilie/n sich befinden.
Bei Immobilienfonds in den USA besteht ein Währungsrisiko, da die Erträge in
US-Dollar eingenommen werden und die Fremdmittel in US-Dollar aufgenommen
werden. Genauso in anderen Ländern, wenn die Investition und die Rückflüsse
nicht in Euro erfolgen. Dem steht auch eine Währungschance gegenüber.
Nachteile:
- komplexe steuerliche und rechtliche Gestaltungen
- Investitionsdauer zwischen 5 und 15 Jahren
- lange Kapitalbindung
- Wechselkursverluste
- steigende Steuerlast durch Änderungen der steuerlichen und/oder rechtlichen
Rahmenbedingungen
- höhere Zinsbelastung bei Anschlussfinanzierung
- geringerer Veräußerungserlös als prognostiziert
- geringere Mieteinnahmen durch Leerstand infolge von unvorhersehbaren
wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Mieter oder nach Auslaufen der Mietverträge
Vorteile:
- Optimierung der eigenen Nettorendite
- Zugang zu Großprojekten
- Steigerung der Nettorenditen durch professionelles Management
- Risikostreuung und dadurch Risikominimierung
- erbschafts- und schenkungssteuerliche Optimierung bzw. Reduzierung
- Wechselkursgewinne
- geringere Zinsbelastung bei Anteilsfinanzierung
- höherer Veräußerungserlös als prognostiziert
- höhere Mieteinnahmen durch Neuvermietung oder besseren Anschlussmietvertrag
Schiffsbeteiligungen
Schiffsbeteiligungen sind unternehmerische Beteiligungen, die erhebliche
Risiken bezüglich des Investitions- und Finanzierungsplans beinhalten können.
Währungsrisiko
Die Charterraten werden überwiegend in US-Dollar vereinbart, dadurch besteht ein
Währungsrisiko. Dieses Risiko vergrößert sich, wenn die Betriebskosten des
Schiffes nicht in US-Dollar anfallen und/oder die Fremdfinanzierung nicht in
US-Dollar, sondern z.B. in Yen abgeschlossen wurde.
Betriebskosten
Es besteht das Risiko, dass die Betriebskosten höher ausfallen als geplant. Dies
kann z.B. der Fall sein, wenn Gewerkschaften die Einhaltung bestimmter
Mindeststandards durchsetzen oder die Versicherungskosten sich erhöhen.
Konzeptions- und Partnerrisiken
Die Qualität des Produktanbieters ist mitentscheidend für den wirtschaftlichen
Erfolg der Beteiligung. Die Vertragspartner des Produktanbieters müssen in der
Lage sein, die Garantien und Zusagen einzuhalten und über die notwendigen
finanziellen Mittel verfügen. Es ist immer notwendig zu hinterfragen, in wieweit
folgende vertraglichen Zusicherungen, sofern vereinbart, werthaltig sind.
- Fertigstellungsgarantie und Kosten
- Platzierungsgarantie
- Höhe der Charterraten
- Laufzeit der Charterverträge
- Charterratengarantien
Charterraten
Die Entwicklung der Nachfrage nach Containerschiffen, Öltankern und
Mehrzweckfrachtern ist schwer zu beurteilen. Die erzielbaren Charterraten
bestimmen die wirtschaftliche Entwicklung einer Beteiligung. Es besteht
grundsätzlich das Risiko, dass der Charterer den Vertrag ganz oder teilweise
nicht erfüllt. Die Charterraten können sich negativ entwickeln, so dass nach
Ablauf der Charterverträge die Anschlussverträge nur zu niedrigen Raten
abgeschlossen werden können. Die in der Prognoserechnung angenommenen Einnahmen
können dann nicht erreicht werden. Hier sind aber produktanbieterspezifische
Absicherungen möglich.
Veräußerungserlös
Der Veräußerungserlös wird in der Ergebnisprognose entsprechend berücksichtigt.
Der Second-Hand-Markt bei Schiffen unterliegt erheblichen Schwankungen. I.d.R.
werden 50% des ursprünglichen Kaufpreises als Wiederverkaufswert angesetzt. Es
besteht das Risiko, dass der prospektierte Verkaufserlös nicht erzielt werden
kann und oder sogar eine Unverkäuflichkeit vorliegt. Zu den
produktanbieterspezifischen Chancen und Risiken beachten Sie bitte die
entsprechenden Kapital in dem Emissionsprospekt.
Lebensversicherungzweitmarkt
Prognoserisiko
Der Zeitpunkt des späteren Eintritts der Versicherungsfälle würde bei
US-Lebensversicherungen negative Auswirkungen auf die Liquidität und damit
einhergehend auf die prospektierte Anlegerrendite und den Kapitalerhalt zur
Folge haben.
Cluster-Risiko
In einer außerordentlichen Marktsituation kann es zum Ankauf einer hohen
Policenzahl von nur einer Gesellschaft bzw. zu einer starken Übergewichtung von
Policen mit hohen Versicherungssummen kommen. Hierdurch entsteht ein erhöhtes
statistisches Ausfallrisiko entstehen.
Währungsrisiko
US-amerikanische und britische Lebensversicherungen werden in den USA bzw.
England erworben und in US-$ oder britische Pfund bezahlt. Die Rückflüsse an die
Fondsgesellschaft erfolgen ebenfalls in Landeswährung. Damit besteht für den im
Euroland angesiedelten Anleger ein Währungsrisiko während der Investitions- und
der Rückzahlungsphase. Währungsbedingte Kursverluste werden steuerlich
regelmäßig nicht anerkannt und haben direkte negative Auswirkungen auf die
Anlegerrendite und den Kapitalerhalt.
Fungibilität
Kg-Anteile geschlossener Fonds werden bisher nicht öffentlich gehandelt.
Problematisch ist eine neutrale Anteilsbewertung mangels einheitlicher Kriterien
und Standards. Bislang wurden gelegentliche Verkäufe von Anteilen an
geschlossenen Fonds mit hohen Abschlägen auf den Nominalbetrag bekannt.
Insolvenzrisiko
Obgleich Policen bonitätsstarker Versicherungsgesellschaften erworben werden,
die zudem zumindest zum Teil durch die staatlichen Einlagensicherungsfonds der
USA bzw. Englands gedeckt sind, besteht das Risiko, dass die
Versicherungsgesellschaft die Versicherungsleistung konkursbedingt nicht
erbringen kann.
Steuerliche und rechtliche Änderungen
Änderungen in der Gesetzgebung, der Rechtssprechung und den Auffassungen der
Finanzbehörden in Deutschland und in den anderen Staaten können negative
Auswirkungen auf Rendite und Kapitalerhalt mit sich bringen.